Kunst wird sichtbar – September und Oktober 2026 – Rita Moellering

„Kunst wird sichtbar“ geht in die nächste Runde: Im September und Oktober 2026 sind in der Emil-Barth-Stadtbücherei Haan Arbeiten von Rita Moellering zu sehen. Die Ausstellung gibt Einblick in ein künstlerisches Schaffen, das sich über viele Jahrzehnte entwickelt und immer wieder verändert hat.

Schon als Jugendliche entdeckte Rita Moellering ihre Begeisterung für die Kunst. Was mit dem Interesse an den alten Meistern begann, führte sie später zu ganz unterschiedlichen Strömungen und Ausdrucksformen. Besonders Impressionismus und Expressionismus wurden zu wichtigen Inspirationsquellen. Werke von Franz Marc, August Macke, Ernst Ludwig Kirchner und Emil Nolde ebenso wie von Claude Monet, Camille Pissarro und Edgar Degas begleiteten ihre Auseinandersetzung mit Farbe und Malerei.

Dabei entstand ihr eigener künstlerischer Weg nicht nach einem festen Plan. Neben Fernlehrgängen und Kunstkursen waren es vor allem Neugier, praktische Erfahrung und das kontinuierliche Ausprobieren, durch die sie ihre Fähigkeiten weiterentwickelte.

Auch die verwendeten Materialien veränderten sich mit der Zeit. Lange war die Ölmalerei ihr bevorzugtes Medium, inzwischen arbeitet Rita Moellering ausschließlich mit Acrylfarben. Besonders reizt sie die Möglichkeit, Malerei mit Strukturen und verschiedenen Materialien zu verbinden. So entstehen Arbeiten, bei denen nicht allein die Farbe, sondern auch die Beschaffenheit der Oberfläche eine wichtige Rolle spielt.

Dass für sie nahezu alles zur Gestaltungsfläche werden kann, zeigt sich auch abseits klassischer Bilder. Möbel und Gegenstände wurden ebenso Teil ihrer kreativen Arbeit wie Mosaike, bemalte Gefäße oder großformatige Wandgestaltungen. Die Lust, neue Techniken auszuprobieren und Materialien auf ungewohnte Weise einzusetzen, zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Schaffen.

Viele Jahre ihres Lebens verbrachte Rita Moellering in Spanien. Nach 22 Jahren kehrte sie nach Deutschland zurück und ließ zugleich einen großen Teil ihrer dort entstandenen Kunst zurück – zahlreiche Werke verschenkte sie vor ihrer Abreise. Was heute in Haan zu sehen ist, erzählt daher vor allem von ihrer neueren künstlerischen Entwicklung.

Auch persönlich hat in Haan inzwischen ein neues Kapitel begonnen. Seit knapp zwei Jahren lebt Rita Moellering in der Stadt und fühlt sich hier angekommen: „Ich finde dieses Städtchen sehr schön und fühle mich hier sehr wohl.“

Die Ausstellung in der Emil-Barth-Stadtbücherei zeigt im September und Oktober eine Auswahl ihrer aktuellen und jüngeren Arbeiten und macht sichtbar, was Rita Moellerings Kunst bis heute prägt: Neugier, Wandel und die Freude daran, immer wieder Neues auszuprobieren.